Viele Garten- und Landschaftsbau-Betriebe unterschätzen die Gefahr von Versorgungsleitungen im Erdreich. Dabei zeigen die Statistiken: Rund 12 Prozent aller Leitungsschäden in Deutschland werden durch GaLaBau-Arbeiten verursacht. Pflanzgruben, Fundamente für Zäune und Mauern, Bewässerungssysteme und Teichanlagen – all diese typischen GaLaBau-Tätigkeiten erfordern Erdarbeiten in genau der Tiefe, in der Versorgungsleitungen verlegt sind.
Besondere Risiken im GaLaBau
Im Garten- und Landschaftsbau gibt es Risiken, die im klassischen Tiefbau so nicht auftreten. Arbeiten finden häufig auf Privatgrundstücken statt, wo Lagepläne oft veraltet oder gar nicht vorhanden sind. Hauswasseranschlüsse, Gasleitungen und Stromkabel verlaufen in unbekannter Tiefe und Richtung. Zudem wird im GaLaBau oft mit Mini-Baggern gearbeitet, die zwar kleiner, aber keineswegs ungefährlich sind: Auch ein 1,5-Tonnen-Bagger erzeugt genug Kraft, um eine Kunststoff-Gasleitung zu beschädigen.
Warum GaLaBau-Betriebe die GW 129 brauchen
Die GW 129 Schulung vermittelt GaLaBau-Mitarbeitern das Wissen, das sie für sicheres Arbeiten brauchen: Wie erkenne ich, dass sich unter meiner Baustelle Leitungen befinden? Wo bekomme ich eine Leitungsauskunft – auch für Privatgrundstücke? Wie verhalte ich mich, wenn ich beim Graben auf ein unbekanntes Rohr oder Kabel stoße? Die Antworten auf diese Fragen können nicht nur Sachschäden vermeiden, sondern auch Leben retten.
Kosten und Nutzen für GaLaBau-Betriebe
Die GW 129 Schulung kostet 240 Euro netto pro Teilnehmer und dauert einen Tag. Für GaLaBau-Betriebe mit mehreren Mitarbeitern gibt es ab 5 Teilnehmern 10 Prozent Rabatt. Die Investition lohnt sich: Ein einziger vermiedener Leitungsschaden spart dem Betrieb zehntausende Euro an Reparaturkosten, Ausfallzeiten und Versicherungsbeiträgen. Zudem öffnet das GW 129 Zertifikat Türen zu kommunalen Aufträgen, die ohne Zertifikat nicht mehr vergeben werden.


