Der Straßenbau ist einer der Bereiche, in denen die Dichte an erdverlegten Versorgungsleitungen am höchsten ist. Unter einer typischen innerstädtischen Straße verlaufen 20 bis 30 verschiedene Leitungen und Kabel – von Gasleitungen über Wasserleitungen und Stromleitungen bis zu Fernwärme- und Telekommunikationsleitungen. Beim Straßenbau wird in genau diesem Bereich gearbeitet: Fräsen, Aufbrechen, Ausheben und Verdichten – alles Tätigkeiten mit hohem Schadensrisiko.
Besondere Gefahren im Straßenbau
Im Straßenbau gibt es Gefährdungen, die über das klassische Baggern hinausgehen. Straßenfräsen arbeiten mit hoher Geschwindigkeit und können flach verlegte Kabel und Rohre in Sekundenbruchteilen beschädigen. Schwere Walzen und Rüttler übertragen Vibrationen ins Erdreich, die Rohrleitungen lockern oder sogar brechen können. Beim Aufbruch der Fahrbahn besteht die Gefahr, direkt in eine Leitung zu schlagen, die knapp unter dem Asphalt verläuft.
Kommunale Anforderungen
Kommunale Auftraggeber – Städte, Gemeinden und Landkreise – vergeben Straßenbauaufträge zunehmend nur noch an Unternehmen, deren Mitarbeiter GW 129 geschult sind. In vielen Vergabeverfahren ist der Nachweis bereits Teil der Präqualifikation. Straßenbauunternehmen ohne GW 129 Zertifikate werden in der Regel nicht zur Angebotsabgabe zugelassen. Die Schulung ist damit eine direkte Investition in die Auftragsfähigkeit Ihres Unternehmens.
Schulungsinhalte für Straßenbauer
Die GW 129 Schulung für Straßenbau-Teams behandelt neben den Standardthemen auch straßenbauspezifische Inhalte: Maximale Frästiefen in Leitungsbereichen, vibrationsarme Verdichtungsverfahren, Umgang mit Versorgungsschächten und Hausanschlüssen sowie die korrekte Sicherung und Markierung von Leitungsbereichen während der gesamten Bauphase. Die Schulung kostet 240 Euro netto pro Teilnehmer und dauert einen Tag.


